Windows enthält eine Vielzahl von Systemdienstprogrammen, die zwar nützlich, aber gut versteckt sind. Einige befinden sich tief im Startmenü, während andere nur dann zugänglich sind, wenn Sie den richtigen Befehl kennen, der ausgeführt werden soll.

Sie können die meisten dieser Tools ziemlich einfach starten, wenn Sie deren Namen kennen. Suchen Sie einfach in Ihrem Startmenü nach dem Namen des Tools, und Sie können mit dem Start fortfahren. Unter Windows 8 müssen Sie möglicherweise die Kategorie Einstellungen auf dem Suchbildschirm auswählen, damit das eigentliche Werkzeug in den Suchergebnissen angezeigt wird. Unabhängig davon, wie Sie sie starten, können Sie mit diesen Tools alles tun, von der Diagnose von Abstürzen bis hin zur Überprüfung der Systemleistung, um die Sicherheit zu verbessern.

Windows-Speicherdiagnose

Windows enthält ein Speicherdiagnosetool, das Ihren Computer neu startet (damit nichts in den Speicher geladen wird) und Ihren Speicher auf Fehler prüft - ähnlich wie bei der beliebten Anwendung MemTest86. Wenn Sie den Arbeitsspeicher Ihres Computers auf Fehler überprüfen möchten, benötigen Sie kein Drittanbieter-Tool. Führen Sie einfach das Windows-Speicherdiagnosetool aus, indem Sie im Startmenü danach suchen.

Ressourcenmonitor

Die Ressourcenmonitor-App bietet einen detaillierten Überblick über die Ressourcennutzung Ihres Computers. Sie können Computer-, Festplatten-, Netzwerk- und Arbeitsspeichergrafiken auf Computerebene anzeigen oder die Prozessstatistiken für jeden Ressourcentyp detailliert darstellen.

Sie sehen, welche Prozesse Ihre Festplatte oder Ihr Netzwerk stark nutzen, welche mit Internetadressen kommunizieren und mehr. Der Ressourcenmonitor bietet wesentlich detailliertere Ressourcenstatistiken als der Task-Manager.

Sie können den Ressourcenmonitor starten, indem Sie den Task-Manager öffnen, auf die Registerkarte "Leistung" klicken und "Ressourcenmonitor" auswählen oder einfach nach "Ressourcenmonitor" im Startmenü suchen.

Leistungsmonitor

Die Leistungsmonitor-App kann Leistungsdaten aus hunderten verschiedenen Quellen erfassen. Sie können es verwenden, um Leistungsdaten über einen längeren Zeitraum zu protokollieren, um zu bestimmen, wie sich Systemänderungen auf die Leistung auswirken, oder um die Leistung eines Remotecomputers in Echtzeit zu überwachen.

Computerverwaltung und Verwaltungswerkzeuge

Der Leistungsmonitor ist eigentlich eines von vielen Microsoft Management Console-Tools (MMC). Viele davon befinden sich im Ordner „Verwaltung“ in der Systemsteuerung. Sie können jedoch auch über ein einziges Fenster darauf zugreifen, indem Sie die Anwendung Computerverwaltung öffnen. Klicken Sie einfach auf Start und geben Sie "Computerverwaltung" in das Suchfeld ein.

Dieses Fenster enthält unter anderem folgende Werkzeuge:

  • Taskplaner: Ein Tool, mit dem Sie die geplanten Aufgaben auf Ihrem Computer anzeigen und anpassen können, zusätzlich zum Erstellen eigener benutzerdefinierter geplanter Aufgaben.
  • Ereignisanzeige: Ein Protokoll-Viewer, mit dem Sie Systemereignisse anzeigen und filtern können - von der Softwareinstallation über Anwendungsabstürze bis hin zu Todesschirmen.
  • Geteilte Ordner: Eine Benutzeroberfläche, die die über das Netzwerk auf Ihrem Computer freigegebenen Ordner anzeigt. Dies ist hilfreich, um auf einen Blick anzuzeigen, welche Ordner freigegeben werden.
  • Gerätemanager: Der klassische Windows-Geräte-Manager, mit dem Sie die an Ihren Computer angeschlossenen Geräte anzeigen, deaktivieren und deren Treiber konfigurieren können.
  • Datenträgerverwaltung: Ein integrierter Partitionsmanager, den Sie verwenden können, ohne Tools von Drittanbietern herunterzuladen.
  • Dienstleistungen: Eine Schnittstelle, mit der Sie die in Windows ausgeführten Hintergrunddienste anzeigen und steuern können.

Graben Sie ein und Sie werden viele nützliche Optionen in diesen Tools finden.

Erweitertes Benutzerkonten-Tool

Windows enthält ein verstecktes Dienstprogramm für Benutzerkonten, das einige Optionen enthält, die in der Standardoberfläche nicht vorhanden sind. Um es zu öffnen, drücken Sie Start (oder drücken Sie Windows + R, um das Dialogfeld "Ausführen" zu öffnen). Geben Sie "netplwiz" ein oder „Benutzerpasswörter steuern2“ und drücken Sie die Eingabetaste.

Das Fenster "Benutzerkonten" enthält auch eine Verknüpfung zum Starten von „Lokale Benutzer und Gruppen Dieses Tool bietet mehr Benutzerverwaltungsaufgaben, ist jedoch in den Windows-Editionen von Home nicht verfügbar.

Fetplattensäuberung

Das Windows-Dienstprogramm zur Datenträgerbereinigung ist nicht ganz so versteckt wie einige der anderen Dienstprogramme hier, aber nicht genug Leute wissen darüber Bescheid - oder wissen, wie sie es optimal nutzen können. Es durchsucht Ihren Computer nach Dateien, die sicher gelöscht werden können - temporäre Dateien, Speicherabbilder, alte Systemwiederherstellungspunkte, verbleibende Dateien von Windows-Upgrades usw.

Die Datenträgerbereinigung erledigt dieselbe Aufgabe wie ein PC-Reinigungsprogramm, ist jedoch kostenlos und versucht nicht, Ihnen Geld abzunehmen. Fortgeschrittene Benutzer bevorzugen CCleaner, aber die Datenträgerbereinigung erledigt einen anständigen Job.

Greifen Sie darauf zu, indem Sie im Startmenü nach "Disk Cleanup" suchen.

Lokaler Gruppenrichtlinien-Editor

Der Editor für lokale Gruppenrichtlinien ist nur für die Professional- oder Ultimate-Edition von Windows verfügbar, nicht für die Standard- oder Home-Edition. Es bietet eine Vielzahl von Einstellungen, die von Systemadministratoren zum Anpassen und Sperren von PCs in ihren Netzwerken verwendet werden. Der Editor für lokale Gruppenrichtlinien enthält jedoch auch Einstellungen, die durchschnittliche Benutzer interessieren könnten. In Windows 10 beispielsweise kann es verwenden, um persönliche Informationen auf dem Anmeldebildschirm auszublenden.

Geben Sie zum Öffnen des lokalen Gruppenrichtlinien-Editors ein "Gpedit.msc" im Startmenü oder im Dialogfeld "Ausführen" und drücken Sie die Eingabetaste.

Registierungseditor

Sicher, jeder kennt den Registrierungseditor - er ist jedoch immer noch versteckt, und Microsoft bietet nicht einmal eine Verknüpfung zum Startmenü an.Um es zu starten, müssen Sie "regedit" in das Startmenü oder das Dialogfeld "Ausführen" eingeben.

Viele Anpassungen, die Sie mithilfe des lokalen Gruppenrichtlinien-Editors vornehmen können, haben gleichwertige Anpassungen, die im Registrierungs-Editor vorgenommen werden können, wenn Sie keine Professional- oder Enterprise-Edition von Windows haben. Benutzer mit der Home-Edition von Windows können beispielsweise nicht verhindern, dass bestimmte Benutzer Windows mithilfe von Gruppenrichtlinien herunterfahren. Dies kann jedoch mit einigen Änderungen an der Registry geschehen. Darüber hinaus gibt es alle Arten von Registry-Anpassungen, die in den Gruppenrichtlinien überhaupt keine Entsprechung haben, z. B. das Anpassen der Hersteller-Supportinformationen auf Ihrem PC.

Eine recht gute Warnung: Der Registrierungseditor ist ein komplexes und leistungsfähiges Werkzeug. Es ist leicht, Ihre Windows-Installation zu beschädigen oder sogar Windows außer Betrieb zu setzen, wenn Sie nicht vorsichtig sind. Wenn Sie noch nie zuvor mit der Registry gearbeitet haben, sollten Sie vor dem Start die Verwendung des Registrierungs-Editors durchlesen. Sichern Sie auf jeden Fall die Registrierung (und Ihren Computer!), Bevor Sie Änderungen vornehmen. Halten Sie sich an gut dokumentierte Registry-Anpassungen aus einer Quelle, der Sie vertrauen.

Systemkonfiguration

Die Systemkonfiguration ist ein weiteres klassisches Werkzeug, über das viele Leute nichts wissen. Vor Windows 8 und 10, in denen ein Startprogrammmanager in den Task-Manager integriert ist, war die Systemkonfiguration die einzige Möglichkeit, die Startprogramme unter Windows zu steuern. Außerdem können Sie den Bootloader anpassen. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie mehrere Windows-Versionen installiert haben.

Starten Sie es, indem Sie "msconfig" in das Suchfeld des Startmenüs oder das Dialogfeld "Ausführen" eingeben.

System Information

Das System Information Utility zeigt alle Arten von Informationen zu Ihrem PC an. Sie können herausfinden, welche Version von Windows Sie gerade verwenden, welche Art von Motherboard Ihr System enthält, wie viel RAM (und welche Art) Sie haben, welche Grafikkarte Sie verwenden, und vieles mehr.

Systeminformationen bieten weder die filigranste Benutzeroberfläche noch alle Informationen, die ein Systeminformationstool eines Drittanbieters wie Speccy bereitstellt, es werden jedoch viele Systeminformationen angezeigt, ohne dass Sie ein anderes Programm installieren müssen.

Öffnen Sie es, indem Sie im Startmenü nach "System Information" suchen.


Sobald Sie wissen, dass diese Dienstprogramme vorhanden sind, können Sie mit den in Windows integrierten Tools noch mehr tun. Diese Tools sind auf jedem Windows-Computer verfügbar (mit der einzigen Ausnahme, dass der lokale Gruppenrichtlinien-Editor unter Windows-Editionen nicht verfügbar ist). Sie können sie daher immer verwenden, ohne Software von Drittanbietern herunterzuladen und zu installieren.

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